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nrw_nachhaltigkeitsstrategie.jpgDie Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat eine Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. NRW verpflichtet sich damit als erstes deutsches Bundesland, die im vergangenen Jahr von den Vereinten Nationen im Rahmen der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung beschlossenen globalen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Das erklärte NRW-Umweltminister Johannes Remmel am 2. Juli 2016 in Düsseldorf. In der 2030-Agenda verpflichten sich die Staaten unter anderem dazu, Armut zu reduzieren, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die Nachhaltigkeitsstrategie für NRW gibt nun ein Ziel- und Indikatorensystem für 19 zentrale Handlungsfelder vor. Zu den Zielen gehören die Reduzierung der Treibhausgase um 80 Prozent bis 2030 und die Erhöhung der Erwerbstätigenzahl in der Umweltwirtschaft. Das Statistische Landesamt IT.NRW soll alle zwei Jahre einen aktuellen Indikatorenbericht zur Nachhaltigkeit in NRW vorlegen. Alle vier Jahre soll die Nachhaltigkeitsstrategie fortgeschrieben werden.

Hier Nachhaltigkeitsstrategie des Landes downloaden

www.umwelt.nrw.de/pressebereich/detail/news/2016-07-03-landesregierung-verabschiedet-nachhaltigkeitsstrategie-fuer-nrw/, www.nachhaltigkeit.nrw.de/

 

Einrichtung von vier regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien

Bund, Länder, Kommunen sowie Zivilgesellschaft und Wirtschaft sollen bei der Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung enger kooperieren. Dafür wird die Bundesregierung vier „Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“ (RENN) einrichten. Das kündigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) bei der RNE-Jahrestagung in Berlin an. Die Stellen werden angesiedelt bei der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. in Bonn, bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Hamburg e.V. in Hamburg, beim Nachhaltigkeitsbüro der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Karlsruhe und beim Verein Zukunftsfähiges Thüringen e.V. in Arnstadt. Laut RNE ist der Vergabeprozess eingeleitet. Über die Förderanträge werde das Bundeskanzleramt voraussichtlich im Sommer entscheiden. Im September 2016 sollen die RENN dann ihre Arbeit aufnehmen. Die Servicestelle arbeitet bereits mit der Mehrzahl der Träger und dem RNE zusammen und strebt eine enge Kooperation mit den RENN-Stellen an.

www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/detailansicht/artikel/nachhaltigkeit-wird-regional-verankert