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Welche Folgen hat das, was wir tun, produzieren, konsumieren oder gesellschaftlich bewegen für Umwelt und Entwicklung? Wie ist die Entwicklung ökonomisch (ökonomische Leistungsfähigkeit), ökologisch (ökologische Verträglichkeit) und sozial (soziale Gerechtigkeit) vor dem jeweiligen kulturellen Hintergrund zu bewerten? Leben wir so, dass alle Menschen (gerade auch in den Ländern des globalen Südens) eine Chance haben, ihr Überleben zu sichern? Wird das vorhandene Potenzial an Wissen, Engagement, Innovationskraft und Solidaritätsfähigkeit bereits ausgeschöpft?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bedeutet lebenslanges Lernen. Sie dient nicht nur dazu, Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutz und Biodiversität zu thematisieren, sondern partizipative Methoden zu verwenden, um selbst aktiv zu werden, kritisches Denken, Teamfähigkeit und weitere Fähigkeiten zu vermitteln. BNE befähigt somit Menschen darin, globale Herausforderungen zu erkennen, sich diesen zu stellen und Gesellschaft verantwortungsbewusst zu verändern. Sie ist Bildung zur Transformation, die es uns ermöglicht, uns als Weltbürger zu verhalten, dessen Denken und Handeln nicht an der eigenen Landesgrenze aufhört.

Um diesen Lernprozess zu ermöglichen, braucht es in allen Bildungsbereichen (formal, non-formal und informell) politische umfassende Bildung und vielfältige Methoden (z.B. Planspiele, Aufbau von Kooperationen, Szenario-Techniken, Umweltschutzarbeiten).

BNENRWStrategie 250 354 minIn Nordrhein-Westfalen hat sich die Landesregierung mit einer eigenen Landesstrategie "Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016–2020)" dabei zum Ziel gesetzt, BNE in den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Bildungsbereiche und in Förderprogrammen des Landes zu verankern sowie den Umsetzungsprozess von BNE zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Auch Kommunen haben sich der Verantwortung angenommen, zum Beispiel indem sie sich auf politischer Ebene dazu verpflichtet haben, BNE in ihre kommunalen Entwicklungsstrategien zu integrieren oder die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung zum Leitbild von Politik und Verwaltung zu machen. Beispiele sind unter anderen Fairtrade-Towns, Resilient Cities oder der Deutsche Nachhaltigkeitspreis.

Wichtige Impulsgeber zur Sensibilisierung für BNE und maßgebende Gestalter/innen der Umsetzung konkreter Maßnahmen vor Ort sind vor allem auch Bildungsträger sowie entwicklungs- und bildungspolitisch engagierte außerschulische Partner, wie Vereine oder Initiativen aus der Zivilgesellschaft und (Sozial-)Unternehmen.

Aktuelles zum Thema BNE finden Sie hier.

 

 SDGs in der Bildungsarbeit

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Foto: Klimahaus Bremerhaven

Rund zwei Jahre ist es her, dass die Weltgemeinschaft die Sustainable Development Goals verabschiedet hat. In der Bildung sind sie immer noch nicht ausreichend verankert. Das zeigt eine neue Studie. Von Good-Practice-Beispielen lässt sich aber lernen, wie nachhaltige Entwicklung erklärt werden kann. Weitere Informationen dazu, finden Sie hier.

Quelle: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/aus-dem-rat/?pk_campaign=newsletter-18-2017