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 Worum geht´s?

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Im Projekt ‚Switch: nachhaltig Lernen und Leben im Bergischen Städte-Dreieck‘ arbeiten Schüler des Bayreuther Gymnasiums und der Gesamtschule Uellendahl-Katernberg an einer nachhaltigen Zukunft ihrer Schule und unserer Stadt. Das Projekt veranschaulicht auf spielerische Art die globalen Auswirkungen des eigenen Handelns. Im Mittelpunkt stehen Handlungsperspektiven: Was können wir tun um die Lebenswelt von Mensch und Tier zu schützen. Gemeinsam lernen was Nachhaltigkeit ist, umschalten, Verantwortung übernehmen – kurz „Switch“. Die Städtepartnerschaft Wuppertal-Matagalpa ist Träger des Projektes. Das Projekt wird von der Stiftung für Umwelt und Entwicklung in Bonn finanziell unterstützt.

Was wurde umgesetzt?

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In unterschiedlichen Modulen setzen sich Schüler/innen gemeinsam mit den Lehrer/Lehrerinnen, der Politik, Eltern und Nachbarschaft für eine zukunftsfähige Entwicklung ihrer Schule, Ihrer Stadt, ihrer Nachbarschaft ein. Für eine gemeinsame Zukunft leiten sie konkrete Handlungsmöglichkeiten von entwicklungspolitischer Bildungsarbeit über Fairen Handel bis hin zur nachhaltigen und sozialen Stadtentwicklung ab.

Bisher vorgeschlagen wurden unter anderen, in den Schulen einen Ausleih- oder Tauschschrank zu errichten, nachhaltiges FSC zertifiziertes Holz (Forest Stewardship Council) einzukaufen, Upcycling-Werkstätte zu eröffnen, einen autofreien Sonntag in Wuppertal durchzuführen, kindgerechte Fahrradwege auszubauen sowie gesund und fair mit Senioren aus der Nachbarschaft zu kochen. Am 31. Mai 2016 stellten die Kinder ihre Wünsche dem Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Schulleitung vor. Der Oberbürgermeister hat daraufhin versprochen, sich für die Wünsche der Kinder, wie zum Beispiel einen autofreien Tag, die Förderung von Fahrradwege und eine grüne Wiese auf dem Döppersberg einzusetzen.

Liesbeth Bakker, Projektleiterin von „Switch“, erklärt: „Das Projekt hat bereits Vieles in Bewegung gesetzt. Die Ideen der Kinder werden am 12. September im Stadtrat von Wuppertal besprochen. Wir treffen uns demnächst mit verschiedenen Parteien in Wuppertal, wie die Interessengemeinschaft Fahrradstadt Wuppertal und den Mirkerbahnhof, um Aktionen für den internationalen autofreien Tag am 22.9.2016 vorzubereiten. So versuchen wir die Ideen der Kindern, zusammen mit der Stadt, mit der Schule und mit Wuppertaler Organisationen in konkreten Initiativen umzusetzen. So können gemeinsam hoffnungsvolle Perspektiven für Wuppertal entstehen.

Wie geht es weiter?

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Ein nächster Schritt wird sein, nach den Sommerferien im Rahmen eines Workshops gemeinsam mit den Schulleitungen und Lehrer/innen sowie Expert/innen aus dem Bildungsbereich zu überlegen, wie Bildung für Nachhaltigkeit praktisch umsetzbar und bedarfsorientiert als fester Bestandteil im Lehrplan aufgenommen werden kann. Das Thema Bildung für Nachhaltigkeit wird in darüber hinaus in Projektwochen der beiden Schulen aufgegriffen.

Perspektivisch geht es darum, die Ergebnisse aus dem Projekt in nachhaltige Strukturen zu verankern. Ein wichtiges Anliegen ist dabei, auch andere bergische Schulen und Akteure aus dem Bildungsbereich für eine Zusammenarbeit zu zugewinnen.

Zirkel des Lernens

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Von einander Lernen heißt somit das Stichwort. Diesen Gedanken greift auch der „Zirkel des Lernens“ auf, ein Pilotprojekt der Stadt Wuppertal, Remscheid und Solingen zur Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ziele sind unter anderen:

  • Bergische Akteure schulisch zum Thema einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vernetzen
  • Lehrer/innen qualifizieren
  • Die persönliche Bindung der Schüler zu der Region und zur eigenen Stadt stärken
  • Das politische, soziale, ökologische und gesellschaftlich Problem- und Verantwortungsbewusstsein der Schüler für die Region schärfen
  • Schnittstellen zwischen Jugend und Stadt schaffen

Zum aktuellen Stand des Projektes schildert Liesbeth Bakker: „Derzeit befindet sich das Pilotprojekt noch in der Vorbereitungsphase. Wir wollen zunächst Schritt für Schritt vorgehen. Grundsätzlich ist der Zirkel des Lernens offen für interessierte Städte und Schulen, die sich an einem Austausch beteiligen möchten.“

Vision

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Was könnte ein mögliches Zukunftsszenario für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Bergischen Land sein? Liesbeth Bakker hält hierzu fest: „Ich wünsche mir, dass alle Kinder und Jugendliche inspiriert werden für eine nachhaltige Stadt, eine nachhaltige Gesellschaft. Wieviel Lebensqualität kann so entstehen: für uns, für Menschen in anderen Teilen der Welt, für zukünftige Generationen? Eine mögliche Vision für das Bergisches Land könnte sein, eine regionale Anlaufstelle für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu implementieren, die bereits bestehende Strukturen und Kooperationen zwischen Schule, Stadt, Zivilgesellschaft, Nachbarschaft und Wirtschaft im Bildungsbereich sichtbar macht und stärkt sowie darüber hinaus gute Beispiele kommuniziert und umsetzt.“  

Kontakt

Für weitere Informationen wenden Sie sich an: Liesbeth Bakker unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0202 / 4296677; www.switch-wuppertal.eu